IQ Prep

Apps zur IQ-Test-Vorbereitung im Vergleich

Stand 8. September 2026

Wer "IQ-Test" im App Store eingibt, bekommt Hunderte Treffer, die vier sehr verschiedene Dinge tun. Die Unterscheidung ist wichtiger als jede einzelne Bewertung, denn die meisten Enttäuschungen entstehen, weil jemand eine App der falschen Kategorie für ein konkretes Ziel benutzt. Hier sind die vier Kategorien mit dem, was sie leisten, was sie kosten und für wen sie gemacht sind. Der Vergleich ist bewusst nach Kategorien, nicht nach Marken, weil sich die Apps innerhalb einer Kategorie mehr ähneln als unterscheiden.

1. Gehirnjogging

Beispiele: Lumosity, Peak, Elevate, NeuroNation.

Was sie tun: Kurze Spiele, die Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Tempo und Flexibilität ansprechen sollen, mit Punkten, Leveln, täglichen Trainingsplänen und einem "Gehirnwert", der über die Zeit steigt.

Was sie kosten: Kostenlos mit Einschränkungen, das volle Programm im Abo für meist 5 bis 12 Euro pro Monat oder 40 bis 80 Euro pro Jahr.

Was sie leisten: Man wird in den Spielen besser, und das ist gut gemacht und motivierend. Der Transfer auf Intelligenztests oder den Alltag ist nach den Meta-Analysen von Simons et al. (2016) und Melby-Lervåg et al. (2016) nicht belegt. Lumosity wurde 2016 von der US-Handelsbehörde FTC wegen genau dieser Werbeversprechen zu zwei Millionen Dollar Strafe verurteilt.

Für wen: Wer gern täglich zehn Minuten spielt und einen steigenden Wert sehen will. Nicht für die Vorbereitung auf einen Test.

2. Kostenlose IQ-Test-Apps

Beispiele: Dutzende Apps mit "IQ Test" im Namen, oft von Studios, die auch Quiz- und Rätsel-Apps machen.

Was sie tun: Zwanzig bis vierzig Aufgaben, danach ein IQ-Wert, häufig verbunden mit einem Zertifikat oder einem Vergleich mit Prominenten.

Was sie kosten: Kostenlos, finanziert über Werbung, oft mit einem Kauf oder Abo, um das Ergebnis zu sehen.

Was sie leisten: Der Wert ist nicht normiert und liegt fast immer zu hoch, weil zufriedene Nutzer besser bewerten. Die Aufgaben sind oft in Ordnung und decken echte Typen ab, aber ohne Erklärung, ohne Stufen und aus einem festen Pool, den man nach dem zweiten Durchlauf kennt.

Für wen: Als erster Kontakt mit Aufgabentypen brauchbar, als Messung nicht, als Training nicht.

3. Einstellungstest-Portale

Beispiele: In Deutschland Plakos, Ausbildungspark, TestHelden und ähnliche, in den USA JobTestPrep und Testing Mom.

Was sie tun: Umfangreiche Aufgabensammlungen, sortiert nach Arbeitgeber und Beruf, mit Lösungen, teils mit Videokursen. Meist im Browser, teils als App.

Was sie kosten: Einzelkurse 20 bis 60 Euro, Zugang zu allem oft als Abo für 30 bis 50 Euro pro Monat.

Was sie leisten: Die beste Abdeckung für arbeitgeberspezifische Teile wie Allgemeinwissen, Fachfragen und Persönlichkeitsfragebögen. Für den Logikteil sind die Sammlungen endlich, die Aufgaben wiederholen sich, und Erklärungen sind unterschiedlich gut.

Für wen: Wer sich auf einen konkreten Arbeitgeber vorbereitet und den ganzen Test abdecken muss, nicht nur den Logikteil. Der Preis lohnt sich, wenn viel von der Stelle abhängt.

4. Testtraining

Beispiele: IQ Prep und wenige vergleichbare Apps.

Was sie tun: Die Aufgabentypen echter Intelligenztests, prozedural erzeugt, mit Schwierigkeitsstufen, Zeitlimit und Erklärung der Regel nach jeder Antwort. Kein Spiel, keine Punkte, keine Abzeichen.

Was sie kosten: IQ Prep kostenlos zum Ausprobieren, Vollversion 4,99 Euro einmalig, ohne Abo. Vergleichbare Apps zwischen kostenlos mit Kauf und 10 Euro.

Was sie leisten: Den Übungseffekt, den die Forschung belegt: Vertrautheit mit dem Format, Kenntnis der Regelfamilien, Routine unter Zeitdruck. Bei prozedural erzeugten Aufgaben wiederholt sich praktisch nichts. Was sie nicht leisten: arbeitgeberspezifische Inhalte, Persönlichkeitsfragebögen, Fachwissen.

Für wen: Wer den Logikteil eines Einstellungstests, einen Mensa-Test oder ein Auswahlverfahren für Begabtenprogramme vor sich hat und die Aufgabentypen selbst üben will.

Die ehrliche Zusammenfassung

Für die Vorbereitung auf einen Test kommen nur Kategorien drei und vier infrage. Wer den ganzen Test eines bestimmten Arbeitgebers abdecken muss, ist bei einem Portal richtig und sollte den Logikteil zusätzlich mit unbegrenzten Aufgaben üben. Wer nur den Logikteil braucht, kommt mit einer Testtraining-App für den Preis von zwei Kaffee aus. Gehirnjogging ist ein eigenes Hobby, und kostenlose IQ-Tests sind Unterhaltung. Die Studienlage zum Thema steht unter Kann man den IQ trainieren?, die Aufgabentypen unter Welche Aufgaben kommen im Einstellungstest vor?

Häufige Fragen

Welche App ist die beste zur Vorbereitung auf einen IQ-Test?

Die, die die Aufgabentypen des Tests unter Testbedingungen übt und die Lösung erklärt. Gehirnjogging-Apps tun das nicht, kostenlose IQ-Test-Apps meist auch nicht. Testtraining-Apps und Einstellungstest-Portale sind dafür gemacht.

Sind kostenlose IQ-Test-Apps zuverlässig?

Nein. Sie sind nicht normiert, zeigen fast immer zu hohe Werte und finanzieren sich über Werbung oder ein Abo für das Ergebnis. Als Übung für Aufgabentypen taugen manche, als Messung keine.

Bringen Gehirnjogging-Apps etwas für einen IQ-Test?

Nach den Meta-Analysen nicht. Sie verbessern die Leistung in den eigenen Spielen, aber nicht in Intelligenztests.

IQ Prep übt genau diese Aufgabentypen unter Testbedingungen, mit Erklärung nach jeder Antwort. Kostenlos ausprobieren, Vollversion einmalig 4,99 €, kein Abo.

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